Pneumologie / Lungenkrankheiten

 

1. Leistungsangebote:
       - Lungenfunktion
           - Spirometrie
           - Bodyplethysmographie
           - Methacholin-Bronchoprovokationstest
           - Bronchodilatationstest
      - Allergietestung
           - Hauttest (Prick)
           - allergologische Blutuntersuchungen
      - Pneumologische Bildgebung
           - Thorax-Röntgenbild
           - Pleura- und Lungensonographie
      - Schlafmedizin
           - Polygraphie
           - Beratung über Schlafverhalten
              und Schlafhygiene
           - nasale Überdruckbeatmung (CPAP, etc.)
           - enge Zusammenarbeit mit Fachärzten              für Otorhinolaryngologie und
             Neurologie

      - Interventionelle Pneumologie
           - Bronchoskopie
           - bronchoalveoläre Lavage
           - Pleurapunktion

2. Unsere Schwerpunkte:
    - Abklärung von Husten
    - Abklärung von Atemnot
    - Abklärung von Infektionen
    - Behandlung von Asthma
    - Behandlung von chronischer Bronchitis
       und Lungenemphysem/COPD
    - Abklärung von Hämoptoe (Bluthusten)
    - Abklärung von Tumoren
    - Abklärung von Pleuraergüssen

3. Abklärung und Behandlung von     Schlafstörungen wie
    - Schnarchen und Atemstillstände
    - Tagesmüdigkeit
    - Schlafapnoesyndrom
    - Schlaflosigkeit

1. Asthma

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Sie ist gekennzeichnet durch eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur verbunden mit Schwellung und Entzündung der Bronchialschleimhaut. Dabei kommt es zu Atemnot, Husten und eventuell zu zähem schleimigen Auswurf. Es wird unterschieden zwischen allergischem und nicht allergischem Asthma bronchiale. Die häufigsten Auslöser eines allergischen Asthmas sind Pollen und Gräser, sowie Hausstaubmilben, Tierhaare und andere Substanzen. Auch Reizstoffe wie Rauch, Abgase, Feinstaub, Ozon sowie Kälte können Asthmaanfälle auslösen. In der Schweiz leidet jeder 8te bis 10te Einwohner an einem Asthma bronchiale. Die häufigsten Symptome sind Husten, Atemnot insbesondere nachts, chronische Müdigkeit und vermehrte Nasensektretion. Die Therapie umfasst einerseits das Vermeiden von Auslösern. Andererseits muss die Entzündung in den Bronchien, sowie die Verkrampfung der Luftwege behandelt werden. Dies geschieht in Form einer Inhalationstherapie mit nur lokal wirksamen Kortison in Verbindung mit bronchienerweiternden Mitteln. Die Therapie des Asthmas ist meistens eine Dauertherapie

2. COPD

Die COPD ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, welche meist durch Tabakkonsum ausgelöst wird. Es kommt dabei zu einer Entzündung und narbigen Verengung der Bronchien verbunden mit Zerstörung und Selbstverdauung von Lungenbläschen. Der Patient spürt dabei lange Zeit nichts. Die Symptome beginnen meist erst nach dem 40. Lebensjahr mit Husten, Auswurf und später auch zunehmender Atemnot. Parallel mit dem Zunehmen der Atembeschwerden kommt es zu einem Abfall der lungenfunktionellen Werte. Mindestens 1/5 aller Raucher entwickeln über die Jahre eine COPD. Als vorbeugende Massnahmen tritt der Rauchstopp an erste Stelle. Natürlich soll auch Passivrauchen möglichst vermieden werden. Medikamentös kann die COPD mittels bronchienerweiterenden und antientzündlichen Medikamenten behandelt werden.

3. Allergietestung

Allergie heisst „anders reagieren“. Auf Grund von allergisierenden Substanzen reagiert das Immunsystem anders als bei „normalen“ Leuten. Es kommt zu einer entzündlichen Reaktion im betroffenen Organ. In der Pneumologie hauptsächlich relevant sind Allergien vom Soforttyp, welche sich innert Minuten bis Stunden nach der Allergenexposition bemerkbar machen. Man unterscheidet einerseits so genannte Outdoorallergene, dass sind Allergene, welche vorwiegend in der Umgebung und der Natur vorkommen wie z. B. Gräserpollen, Baumpollen, etc. Daneben findet man die so genannten Indoorallergene, wie z. B. die Tierhaare und der Kot von Hausstaubmilben. Die Allergiediagnostik umfasst einerseits ein ausgedehntes Gespräch mit Anamnese und andererseits eine allergologische Testung. An Allergietests unterscheidet man einerseits Hauttest, (z.B. Prick) und andererseits Blutuntersuchungen.

4. Schnarchen und Schlafmedizin

Schnarchen ist ein Geräusch, das durch Vibrationen in den oberen Atemwegen entsteht. Das gewöhnliche, harmlose Schnarchen kommt bei etwa der Hälfte der Bevölkerung vor. Bei 2 – 4% der Bevölkerung kommt es zusätzlich zu einer Obstruktion (Verschluss) der oberen Atemwege mit Atemstillständen (Apnoen) was gefährlich ist, weil es  mit vermehrter Tagesmüdigkeit und erhöhter Einschlafneigung (Sekundenschlaf), morgendlichen Kopfschmer-zen, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Stimmungsschwankungen oder Potenzstörungen verbunden ist.

Beim obstruktiven Schlafapnoe (OSAS) kommt es infolge einer Erschlaffung der Schlund-muskulatur zu einer „Obstruktion“ (Verschluss) der oberen Atemwege mit nachfolgendem Atemstillstand, welcher mit allgemeinen schla-fhygienischen Massnahmen alleine nicht behandelt werden kann. In der Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms erzielt der Einsatz von nasalen Überdruckgeräten die besten Erfolge. Diese Geräte verhindern den Verschluss der Atemwege, indem sie mittels eines individuell ermittelten Luftdrucks die Atemwege „schienen“ und damit geöffnet halten.

5. Lungenkrebs

Lungenkrebs hat sich in den letzten Jahren zur häufigsten Krebsart beim Menschen entwickelt. Hauptursache ist das Rauchen, sowohl aktiv, wie auch passiv. Die meisten Lungenkrebsbetro-ffenen sind Raucher oder ehemalige Raucher. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose beträgt etwa 60 Jahre. Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken steht in direktem Zusammenhand mit dem Zigarettenkonsum. Je mehr Zigaretten pro Tag und je länger jemand raucht, desto höher steigt das Krebsrisiko: Ein Raucher, der 20 Jahre lang 20 Zigaretten pro Tag raucht, hat ein 20-fach höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken als ein Nichtraucher. 90% aller Patienten mit einem Lungenkrebs rauchen oder haben geraucht. Als seltene Ursache kommen krebserregende Stoffe vor allem am Arbeitsplatz in Frage. Besonders gefährlich in dieser Hinsicht sind Asbestfasern.

Lungenkrebs verursacht leider praktisch keine Frühsymptome.

Warnsymptome sind:

  1. hartnäckiger trockener Husten
  2. blutiger Auswurf
  3. Atemnot und Heiserkeit
  4. Brustschmerzen
  5. wiederholte Erkältungen und Lungenentzündungen
  6. Appetitlosigkeit und unfreiwilliger Gewichtsverlust

Die Diagnose erfolgt einerseits durch Röntgendiagnostik und andererseits durch Lungenspiegelung mit Entnahme einer Gewebsprobe (Bronchoskopie).

6. Bronchoskopie

Während der Bronchoskopie oder Lungenspiegelung wird ein dünner, flexibler Schlauch aus Fiberglas in die Bronchien vorgeschoben. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzlos, sie kann bei empfindlichen Personen aber Hustenreiz verursachen. Während dieser Spiegelung werden kleine Gewebsproben und Sekret entnommen. Beides wird später im Labor auf Krebszellen und Infektionen untersucht. Die Lungenspiegelung ist eine problemlos ambulant durchzuführende Untersuchung mit geringem Zeitaufwand und geringem Untersuchungsrisiko.

7. Lungenfunktionsprüfung

Die Bodyplethysmographie ist eine sichere Methode der Lungenfunktionsprüfung. In einer Kabine werden das maximale ein- und ausatembare Lungenvolumen und das maximale Volumen Luft, das in einer Sekunde ausgeatmet werden kann, gemessen. Im Gegensatz zu einfacheren Verfahren können auch das totale Lungenvolumen und die Widerstände der Atemwege bestimmt werden. Gerade letztere Werte sind zu einer umfassenden Beurteilung der Lungenfunktion sehr wichtig.

8. Bronchoprovokation mit Methacholin

Der Methacholin-.Bronchoprovokationstest weist eine vermehrte Reizbarkeit der Bronchialschleimhaut auf eingeatmetes Methacholin nach. Methacholin ist ein Botenstoff im Körper, der zu Verengung der Atemwege führen kann. Insbesondere Asthmatiker reagieren praktisch ausnahmslos viel ausgeprägter auf die Inhalation von Methacholin als lungengesunde Patienten. Da Asthmatiker, wenn nicht gerade ein Anfall vorliegt, oder wenn sich das Asthma nur als Husten äussert, meist eine normale Lungenfunktionsprüfung zeigen, ist der Methacholin-Bronchoprovokationstest die einzige zuverlässige Methode, die ein Asthma nachweisen oder ausschliessen kann.

Eine moderne Asthmatherapie ist meist eine Dauertherapie und nicht nur eine Behandlung von Asthmaanfällen. Die Einleitung einer solchen Therapie ohne fundierte Diagnostik, wie Methacholin-Bronchoprovokationstest, ist fragwürdig.

Neben dem Nachweis eines Asthmas ist der Methacholin-Bronchoprovokationstest auch geeignet zur Therapieüberprüfung und zur Festlegung der individuell benötigten Dosis der Medikamente.

 

 

 

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